Dezember 2021

Der Endorfer 51 . Wir wünschen frohe Weihnachten Bezirksdirektion Uwe Zeier Ansprechpartner Anton Aicher Simsseestraße 4 83128 Halfing Telefon 08055 9330 anton.aicher@zuerich.de … und einen guten Rutsch ins neue Jahr Anzeige_2021_11_125_Z-35-1-R_4c.indd 1 24.11.21 15:31 © Paul Kluge GmbH Wir wünschen unseren Freunden und Gästen eine schöne, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten und gesunden Rutsch ins Jahr 2022 Wir bedanken uns ganz herzlich bei Euch allen für die tolle Unterstützung in dieser außergewöhnlichen Zeit. „Zur schönen Aussicht“ Familie Gehrlein Kirchplatz 9 83129 Höslwang Tel. 08055 - 483 mobil 0179-4533906 www.gasthaus-gehrlein.de boden:ständig Pelhamer See Eine Informationsreihe der Verwaltungen für Ländliche Entwicklung, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz (Teil 8) Pelhamer See Im letzten Teil unserer Informationsreihe haben wir Ihnen den Betriebsleiter des Demonstrationsbetriebs für Boden- und Gewässerschutz, Josef Linner vorgestellt. Er war einer der ersten Landwirte, der sich aktiv für den Schutz des Pelhamer Sees im Rahmen des boden:ständig – Projektes engagiert hat. Inzwischen ist ein Netzwerk an Bewirtschaftern entstanden, die sich für den Seenschutz einsetzen. Darüber möchten wir in diesem Teil unserer Informationsreihe berichten. Alternativen zum Pflug – 16 Landwirte beteiligen sich am Gewässerschutzprojekt Bodenabtrag als Folge von Regenereignissen ist ein Problem, dem viele Landbewirtschafter gegenüberstehen. Durch die Abschwemmung geht wertvoller Ackerboden verloren, der sich im Laufe der Zeit in den Gewässern wiederfindet. Durch den Klimawandel nehmen Starkniederschlagsereignisse zukünftig zu, wodurch das Problem weiter an Bedeutung gewinnt. Die gehäuften und heftigen Wettereignisse, die wir diesen Sommer rund um den Pelhamer See hatten, haben den Handlungsbedarf deutlich aufgezeigt! Um den Bodenabtrag zu vermeiden, treffen die Landwirte im Einzugsgebiet des Pelhamer Sees mit viel Aufwand vorsorgliche Maßnahmen und überdenken die bisherigen Verfahren. Los ging es auf dem Betrieb von Josef Linner. Seit einigen Jahren finden auf seinem Demonstrationsbetrieb Feldversuche statt, um ackerbauliche Maßnahmen zum Erosionsschutz zu erproben. Bei Feldtagen und Fachexkursionen konnten sich Landwirte über die boden- und gewässerschonenden Methoden informieren. Bewirtschafter aus allen drei Gemeindegebieten engagieren sich Durch die Informationsarbeit der letzten Jahre und die Aufgeschlossenheit der Landwirte konnten heuer neben Josef Linner 15 weitere Flächenbewirtschafter für das Gewässerschutzprojekt gewonnen werden. In allen drei Gemeindegebieten im Einzugsgebiet des Pelhamer Sees (Eggstätt, Bad Endorf, Höslwang) probieren sie das Hägler-Verfahren auf Teilflächen ihrer Maisfelder aus. Auf insgesamt ca. elf Hektar Fläche wurde das Verfahren im Frühjahr angewendet. Die Umsetzung erfolgte über Lohnunternehmer Sebastian Fischer, der über die entsprechende Maschinentechnik verfügt. Selbst überzeugt von dem Verfahren und dem Stellenwert der Erosionsminderung wurde auch er Anfang des Jahres in das Netzwerk von Demobetrieben für Gewässerschutz aufgenommen. Die fachliche und organisatorische Begleitung lief über die Gewässerschutzberatung am AELF Rosenheim. Die Landwirte sind untereinander und mit vielen Kooperationspartnern wie dem AELF Rosenheim, dem ALE Oberbayern oder dem Maschinenring gut vernetzt und unterstützen sich gegenseitig bei der Erprobung bzw. Umsetzung dieser relativ neuen Bewirtschaftungsform. Das Hägler-Verfahren Das Hägler-Verfahren ist ein Verfahren der konservierenden Bodenbearbeitung, durch die das Bodenleben gefördert wird. Mikroorganismen, Würmer und weitere Nützlinge stabilisieren durch die Umwandlung von organischem Material das Bodengefüge – der Boden wird krümeliger, Wasser kann besser aufgenommen werden und die Gefahr von Boden- und Nährstoffausträgen sinkt. Das Hägler-Verfahren in drei Schritten: 1. D ie Fläche wird zuerst mit einer Fräse in 5 – 8 cm Tiefe bearbeitet, um die Zwischenfrucht abzutöten. Dies dauert je nach Witterung zwischen drei und fünf Tage. 2. Nach dem Absterben der Zwischenfrucht wird der Boden mit einem Celli-Fräse im Einsatz, im Hintergrund der Pelhamer See.

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